



(10 Rezensionen)
Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, die so real sind, dass sie glaubt, zur Gefahr für sich und andere zu werden – vor allem für Menschen, die sie liebt. Niemand ahnt, dass Marie monatelang gegen grauenhafte Mordfantasien ankämpft, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken. Und mit jedem Tag wächst in ihr die Panik vor dem Moment, an dem sie diese Gedanken nicht mehr kontrollieren kann und in die Tat umsetzt. Und dieser Tag kommt, als Marie eines Morgens im Blut ihres Geliebten Patrick aufwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise im Schlaf niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird Marie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Hinter Gittern sucht sie verzweifelt nach Erinnerungen an diese Nacht, in der der Mord geschah. Denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu...




(9 Rezensionen)
1979: Zwei Menschen, die sonst nichts miteinander gemein haben, auf dem Weg zu einem hermetisch abgeriegelten Hochsicherheitsgefängnis, das wie eine Hazienda aussieht. Luisa, die in der Toskana einen kleinen Bauernhof führt und ihre fünf Kinder allein großzieht, besucht ihren Mann. Weil er in einem Wutausbruch einen Gefängniswärter umbrachte, wurde er kürzlich von einem normalen Gefängnis hierherverlegt. Paolo hingegen, ein vorzeitig pensionierter Philosophielehrer, wird auf dieser nach Salz, Feigen und Blumen duftenden Gefängnisinsel seinen einzigen Sohn treffen, der in den Terrorismus abgeglitten ist. Paolo verachtet die Gewalt und den Dogmatismus seines Sohnes, und doch besucht er ihn, sooft er kann, und pflegt die vertrauten Gesten ihrer früheren tiefen Zuneigung.
Nur unter großen Demütigungen können Luisa und Paolo mit ihren Angehörigen sprechen. Auf unterschiedliche Weise werden sie beide von dieser Erfahrung tief erschüttert. Ein dramatischer Zwischenfall im Gefängnis zwingt...