Die Guten, die Bösen und die Toten

Die Guten, die Bösen und die Toten (Front-Cover) Das wilde Dutzend, 52 Seiten
ISBN: 9783000316609
Whole StarWhole StarWhole StarWhole Star1/2 Star (9 Rezensionen)
BdB-Rating: 4.6

Nach fast einem Jahrhundert gehoben, editiert und illustriert: die verschollen geglaubte Schreckens-Chronik Johan von Riepenbreuchs.

Ob Lobotomie, Duelle, Kindstode oder nie geklärte Unfälle und Experimente im Zeichen der „modernen Wissenschaft“ – Johan von Riepenbreuchs Themen sind zeitgebunden aber von einer fast schon hellsichtigen Aktualität. Die von ihm verfassten bösen Stilblüten sind auf den ersten Blick eingängig, jedoch nie um eine doppelbödige, makabre Ebene verlegen und geben der Sammlung „Die Guten, die Bösen und die Toten“ in Kombination mit den akzentuierten Graustufenillustrationen einen erschreckend tiefen Einblick in die dunklen Seiten des viktorianischen Zeitalters.

 

Johan von Riepenbreuch

Johan von Riepenbreuch wurde als Sohn einer verarmten Adelsfamilie um 1870 im kleinen Örtchen Stillvelde geboren. Von dort floh er aufgrund amouröser Verwicklungen nach Berlin, wo er sich an der militärischen Chirurgenschule, der Pépinière einschrieb. Der Skandal um ein Duell zwang ihn zur erneuten Flucht, die ihn nach London führte. Hier arbeitete er einige Jahre als Totenfotograf und Chronist; er verkehrte in allen wichtigen kulturellen Zirkeln der Stadt, bis es geheimnisvolle Nachrichten bekam und eines Tages spurlos verschwand. Sein Manuskript ging mit ihm verloren, bis es seine Urenkelin Ebeneeza K. mithilfe der Loge in einem Hamburger Speicher bergen konnte. Was mit Johan von Riepenbreuch genau geschah ist trotz der Nachforschungen des Logenmitglieds Adele bis heute unklar.

Zur Website von Johan von Riepenbreuch

 

 

Neueste Rezensionen

Whole StarWhole StarWhole StarEmpty StarEmpty Star Ein schickes morbides Büchlein
Mittwoch, 14. September 2011     Blog: Die Gedanken des Hollarius
Das Buch, dass hier vor mir liegt, ist ein dünnes Bändchen, breiter als hoch und von morbidem Charme. Streng schwarz-weiß – naja, fast streng schwarz-weiß – kommen uns die Figuren entgegen, die aus den Filmen Tim Burtons stammen könnten. Auf fünfzig Seiten stehen sich Illustration und Gedicht gegenüber – die Gedichte stammen vom victorianischen Dichter Johann von Riepenbreuch, die Illustrationen von seiner Nachfahrin Ebeneeza K., die auch das Manuskript gefunden haben will. Und aus dieser Sache macht der Verlag Das wilde Dutzend eine spannende Geschichte – Johann von Riepenbreuch hat eine schillernde Biografie, einen Facebookaccount und zumindest in einer Sache vermutlich hellseherische Kräfte.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star Tolles und schön-melancholisches Buch! Bin absolut begeister
Donnerstag, 18. August 2011     Blog: Sylvis Vintage Lifestyle
Ansich würde ich es als skurriles Bilderbuch für Erwachsene bezeichnen, das mit finster anmutenden Gedichten unterstrichen wird. Schon das Layout des Buches kommt mit einem finsteren Flair einher. Auf dem Hardcover sieht man in der Vorderansicht eine recht trist dreinblickende junge Frau und wenn man das Buch umdreht, so sieht man ihren Rücken, verletzt durch Krallenspuren. Aber auch die Seiten wirken leicht vergilbt bzw. der Vergänglichkeit der Zeit ausgeliefert.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarEmpty Star Die Guten, die Bösen und die Toten
Dienstag, 16. August 2011     Blog: Bergtour zum Gipfelsturm
23 dunkle, mal Tim-Burton-eske, mal depressiv-disney-hafte, schwarz-weiß-rote aber vor allem faszinierende Illustrationen werden mit kleinen Stilblüten und Gedichten des Autors zu düsteren Sinneseindrücken verdichtet. Mit jeder der kleinen Bonmots wird eine meist schaurig schöne, mal nachdenkliche und manchmal auch ein bischen unpassende Welt aufgerissen und man versinkt in traurigen, melancholischen und düsteren Gedanken.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star Die Guten, die Bösen und die Toten...
Montag, 15. August 2011     Blog: fireflies
Schaurig schön zeigt Johan von Riepenbreuch, geboren im ausgehenden 19. Jahrhundert, die dunkelen Geheimnisse und makaberen Praktiken seines Jahrhunderts in seiner „Schreckens-Chronik“ auf. Themen wie Lobotomie und Totenphotografie, mit denen heutzutage kaum jemand noch etwas anzufangen weiß, werden in seinem Versen zum Leben erweckt und wirklich sehr ausdrucksstark durch die düstren Schwarz-Weiß-Zeichnungen seiner Urenkelin Ebeneeza K. illustriert und unterstrichen.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star In diesem kleinen unscheinbaren Büchlein – auch Schrecke ...
Sonntag, 14. August 2011     Blog: Corporate Cloud
In diesem kleinen unscheinbaren Büchlein – auch Schreckenschronik genannt – mit poetischen Gedichten steckt mehr, viel mehr als man nur auf den knapp 50 Seiten vermuten mag. Warum? Nun ja die Gedichte sind schön, wunderbarste Lyrik, die man heutzutage oftmals vermissen mag. Die Illustrationen in Graustufen und akzentiert mit rotem stechenden Blut treffend.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star Schaurig schön.
Freitag, 12. August 2011     Blog: Kult-Literaten
Der Geheimorden der „zwôzal wildenære“, auf Neuhochdeutsch „Das wilde Duzend“, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geheimnisse der Literatur- und Kunstgeschichte aufzudecken und verschollen geglaubte oder unbekannte Manuskripte zu einer Rezeption zu verhelfen. So geschehen mit dem Autor dieses Buches Johan von Riepenbreuch, jüngster Mitglied einer verarmten Adlesfamilie, der im ausgehenden 19. Jahrhundert geboren wurde und mit 20 Jahren vor einer arrangierten Ehe nach London floh.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star Die Beschreibung von Die Guten, die Bösen und die Toten ...
Freitag, 12. August 2011     Blog: Buchgarten
Die Beschreibung von Die Guten, die Bösen und die Toten bei Blogg dein Buch klang so gut, dass ich darüber hinwegsah, dass es sich um Gedichte handelt (mit denen ich eigentlich nichts anfangen kann). Und nun sitze ich hier. Halte dieses Schmuckstück in den Händen und weiß garnicht, wie ich ihm gerecht werden soll. Ich hatte vielleicht mehr Blut, mehr Ekel, mehr Schock erwartet. Einfach Offensichtlicheres. Aber gerade weil das (zumeist) nicht der Fall ist, weil die kurzen Verse zum Nachdenken anregen und die Bilder von Ebeneeza K. sehr beeindruckend sind, gefällt mir das Buch noch viel besser als erwartet.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarEmpty Star ein kurzes, aber wunderschön gestaltetes Werk
Mittwoch, 10. August 2011     Blog: Collection of Bookmarks
Wer es makaber mag, kann mit diesem Buch eigentlich nichts falsch machen, denn was den schwarzen Humor betrifft, so kann man Riepenbreuch mit Tim Burton vergleichen. Unterstützt wird diese These dabei von den wundervollen Illustrationen der Künstlerin Ebeneeza K., die aus jedem Vers des Autors ein düsteres Bild hervorbrachte und es passend zur viktorianischen Zeit gestaltete. Besonders gut gefiel mir dabei ihre Arbeit mit Schwarz, Weiß und einem kräftigen, blutigen Rot, was den verschiedenen Zeichnungen noch den letzten Schliff verpasste.
Whole StarWhole StarWhole StarWhole StarWhole Star Das Buch hat mich total begeistert!
Mittwoch, 10. August 2011     Blog: Aus dem Leben gegriffen
Johan von Riepenbreuch, der selbst zu Lebzeiten unter anderem als Totenfotograf seinen Lebensunterhalt verdiente und während seiner Arbeit an einer Schreckens-Chronik seiner Zeit selbst mitsamt dem Manuskript spurlos verschwand, schreibt in diesem Werk unter anderem über den während des viktorianischen Zeitalters üblichen Brauch, die Lieben nach ihrem Ableben nochmals schön in Pose gesetzt zu fotografieren, aber auch über die Unsitte der Lobotomie, die man damals noch durchführte, um nicht konforme Verhaltensmuster über eine Gehirnoperation zu unterbinden.